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Rund um das 4. Wochenende im September finden zum zweiten Mal Aktionen unter dem Titel Miss-Marples-Schwestern-Tag statt. Die Veranstaltungen sind eine gute Gelegenheit zum Kennen lernen der Vielfalt und Präsenz in vielen Städten.

Mit dabei sind:

  • Frauengeschichtskreis Augsburg:
    Schöne Orte, schöne Frauen. Stadtführungen für deutsche und assyrische Frauen, 21.09.2008, 14 Uhr, mehr Infos unter www.frauengeschichtskreis.de
  • Stadtrundgänge zur Frauengeschichte in Münster:
    Hinter den Spiegeln. Von Vagantinnen, Vergessenen und Fährtensucherinnen, 26.09.2008, 20:30 Uhr, mehr Infos unter www.muenster.org/frauenstadtrundgang
  • Leipzig: Auguste-Schmidt-Spaziergang
    Seit dem 3. August 2003 erinnert am Haus Lortzingstraße 5, in dem Auguste Schmidt 1863/64 wohnte, eine Giebelinschrift an ihr Wirken. Zum Miss Marples Schwestern-Tag 2008 beginnt dort am Freitag, 26.09.2008, ab 16.00 Uhr ein Auguste-Schmidt-Spaziergang mit Dr. Ilona Henker und Gerlinde Kämmerer. An Orten des Wirkens von A. Schmidt, der engsten Mitstreiterin von
    Louise-Otto-Peters über 30 Lebensjahre hinweg, vorbei geht es zum Alten Johannisfriedhof, wo ihr Grabstein steht.
  • Köln: Wir sind das Original!
    Unter diesem Motto beteiligen wir uns in Köln an den zweiten bundesweiten Miss-Marples-Schwestern-Aktionstagen und machen damit darauf aufmerksam, dass wir die Initiatorinnen von frauen-historischen Stadtrundgängen vor Ort waren und die kompetenteste Anlaufstelle für alle Aspekte von Frauengeschichte sind. Wir laden alle Interessierte an diesem Wochenende zu einem der erfolgreichsten und zu einem neuen Stadtspaziergang ein:
    1. Links und rechts der Venloer Straße - Frauenleben im Arbeiterstadtteil Köln-Ehrenfeld, 27. September um 15 Uhr, Treffpunkt: Venloer Str. / Ecke Geisselstr. (vor dem Kapellchen)
    2. Hexenverfolgung in Köln, 28. September um 14 Uhr, Treffpunkt: Eingang von St. Andreas, Komödienstr. 4-8 (Nähe Hauptbahnhof)
    Weitere Informationen: www.frauengeschichtsverein.de

Irene Franken:
Frauen in Köln. Der historische Stadtführer
Köln 2008
Bachem Verlag, ISBN 3-7616-2029-2


Aus der Verlagsankündigung:

Der Frauenstadtführer ergänzt ideal die bisher erschienenen historischen Stadtführer von Gerta Wolff, Carl Dietmar und Werner Jung. Er zeigt die Stadt und ihre Geschichte unter einem besonderen Gesichtspunkt: Der Geschichte ihrer Frauen und Frauenbilder.
Die Autorin Irene Franken geht auf Spurensuche durch die Altstadt und stellt sowohl bedeutende Frauengestalten als auch das Leben der “kleinen Frau auf der Straße” und einiger “kölscher Mädchen” vor.

Frauen in Köln: das sind neue Pfade zu besonderen Räumen (Frauenwartesaal, Bruloffshaus, Hexenturm und Zunftwerkstatt) und zu besonderen Persönlichkeiten, seien es gelehrte Kunstsammlerinnen, Kämpferinnen um Frauenrechte oder die ersten Stadtverordneten. Irene Franken, die in der Ratsturmdebatte die entscheidenden Anregungen zur Vermehrung der Frauenzahl gab und den Kölner Frauengeschichtsverein gründete, findet die Spuren des Frauenkarnevals, stöbert Händlerinnen auf, die sich auf der Straße durchschlugen, benennt frauenliebende Amtsleiterinnen, ehrt die ersten Abiturientinnen und entdeckt koloniale Bürgerinnen.

Ein Stadtführer über Frauen - nicht für Frauen!

Die Reformation als soziale Revolution?

Zu diesem Thema fand vom 13. bis 15. Juni 2008 unsere 19. Jahrestagung in Leitershofen bei Augsburg statt. Der Frauengeschichtskreis Augsburg hatte die Veranstaltung organisiert.

Die 47 Teilnehmerinnen aus dem ganzen Bundesgebiet erwartete ein umfangreiches Programm:

  • Grußwort der Schirmfrau Eva Leipprand, Bürgermeisterin a.D.
  • Grußwort der Gleichstellungsbeauftragten mit Bericht zum 20-jährigen Jubiläum der Gleichstellungsstelle Augsburg, Anita Conradi, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Augsburg
  • „Wir geben Frauen ein Gesicht“ – Zur Geschichte des Frauengeschichtskreises Augsburg, Vortrag von Edith Findel
  • „Türen öffnen und schließen sich“. Die Reformation und ihre Auswirkungen auf Frauen in Augsburg, Vortrag Irene Löffler
  • Stadtführungen in Augsburg:
    1. „Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt“ – Stifterinnen in der Reformationszeit, Führung mit Edith Findel
    2. Die Reformation in Augsburg am Beispiel der Susanna Daucher, Führung mit Martina Stocker
    3. Die Augsburger „Lösung“ der Reformation – Die Parität und ihre Folgen für Frauen, Führung mit Irene Löffler
    4. „Gewinnerin und Verliererin der Reformation“ – Anna Krölin, Klosterfrau; Anna Laminit, geistliche Betrügerin, Führung mit Martina Stocker
    5. Frauen am Rande der Gesellschaft: Prostituierte, Bettlerinnen und Waisen, Führung mit Edith Findel
    6. „…ein seldin, die hat ein mann genommen…“ – Klosterfrauen vor der Wahl, Führung mit Irene Löffler
  • Frauenforschung und Gender an der Universität Augsburg, Vortrag von Prof. Dr. Hildegard Macha, Frauenbeauftragte der Uni Augsburg
  • „Gott wirst du nicht los“. Türen öffnen und schließen sich. Theologische Auseinandersetzungen in der Reformationszeit, Vortrag von Irene Löffler
  • „…dann tun’s halt wir Frauen…“ – Soziale Konsequenzen für Frauen, Vortrag von Edith Findel
  • Frauengeschichte in Bewegung, fachlicher Austausch bzw. Besuch der langen Nacht der Museen
  • „Affidamento – wir ermächtigen uns gegenseitig“, Input: Juliane Brumberg, Ansbach
  • Frauengeschichte in postpatriarchalen Zeiten – Wünsche für das 20-jährige Netzwerk-Jubiläum 2009: Geschichte und Perspektiven von Miss Marples Schwestern
  • Paula Banholzer – die Frau, die Bertolt Brecht den Laufpass gab. Ein Beispiel für die Emanzipation einer Frau zu Anfang des 20. Jahrhunderts, Vortrag von Martina Stocker

Die Tagung wurde unterstützt von:

  • Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • Arbeitsgemeinschaft Augsburger Frauen
  • Gleichstellungsstelle der Stadt Augsburg
  • Susanne Thoma, Politikmanagement online
  • Erzbischöfliches Ordinariat München, Arbeitsgemeinschaft Frauenseelsorge Bayern
  • Evangelisch-Lutherisches Dekanat Augsburg
  • Stadt Stadtbergen

MIT MACHT. Frauen - Arbeit - Politik

Unter diesem Titel ist die Dokumentation der 18. Miss-Marples-Jahrestagung erschienen, die vom 1. bis 3.6.2009 in Wuppertal statt gefunden hatte.

Redaktion:
Bettina Bab, Elke Brychta

Bezugsquelle:
Frauengeschichtsgruppe im Stadtteilarchiv Ottensen e.V.
Zeißstr. 28, 22765 Hamburg
Tel: 040-3903666, Fax: 040-396174
stadtteilarchiv.ottensen@t-online.de

Im Rahmen einer Konzertveranstaltung am 20. Oktober 2007 präsentierte die Arbeitsgemeinschaft Augsburger Frauen die Plakatausstellung “…bin verändert heimgekehrt”. Es gab immer, auch in voremanzipatorischen Zeiten, stille Rebellinnen, darunter viele Künstlerinnen. Dass sich beispielsweise im 19. Jahrhundert eine Frau trotz vieler Widerstände dem Komponieren widmete, war von gesellschaftspolitischer Brisanz und entsprechender Nachhaltigkeit für die Nachfolgerinnen im 20. Jahrhundert. Und wenn auch viele Liedtexte zumindest vordergründig eher Unpolitisches thematisieren, so enthalten sie doch implizit die Sehnsucht nach Veränderung und die Vision eines besseren Lebens.

Musik von Frauen für Frauen erklang bei dem Konzert, das der Frauenchor vox female aus Augsburg zusammen mit dem Frauenchor Landau bestritt. Zum größten Teil erklangen Werke von Komponistinnen aus der Romantik und dem 20. Jahrhundert. Dazwischen wurden Texte von Dichterinnen, passend zum Thema gelesen. Die Plakatausstellung setzte dabei verschiedene Künstlerinnen wie Fanny Hensel oder Emma Herwegh ins Bild. Mit der Schriftstellerin Rose Ausländer hatte sich der Frauengeschichtskreis Augsburg befasst.

Die Plakate der Ausstellung sowie verschiedene Hintergrundtexte und die Festrede von Bürgermeisterin Eva Leipprand sind über die Wiki-Website der Arbeitsgemeinschaft Augsburger Frauen abrufbar.

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